Naturschutzpolitik in Sachsen

Zustand der Oberflächengewässer in Sachsen weiterhin besorgniserregend

Der Abgeordnete der GRÜNEN Wolfram Günther hatte den Zustand der Oberflächengewässer in Sachsen hinsichtlich der Erfüllung der Ziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) zum Thema einer Kleinen Anfrage gemacht.Die Ergebnisse sind ernüchternd: 96 Prozent der Flüsse und Seen Sachsens werden bis zum 31.12.2015 nicht den in der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) bis dahin geforderten guten ökologischen Zustand erreichen. Die EU-Richtlinie erfüllen von den 481 natürlichen Oberflächengewässern in Sachsen demnach gerade einmal vier Prozent. Der ökologische Zustand von 33 Prozent der sächsischen Gewässer wurde danach mit der Note 5 als schlecht bewertet, weitere 26 Prozent erhalten mit der Note 4 das Prädikat unbefriedigend.

Staatsminister Schmidt sieht dies natürlich anders und sagt in seiner Presseerklärung u.a. aus „„Auch wenn in der Gesamtwertung die meisten Gewässer noch nicht den geforderten ‚guten‘ Zustand erreichen, sind die Erfolge für jeden sichtbar, der mit offenen Augen durch das Land geht“, so der Minister. „Schaumkronen durch Industrieabwässer, praktisch tote Bäche und Flüsse ohne einen einzigen Fisch oder ganze Großstädte wie Dresden, deren Abwässer ungeklärt in den nächsten Fluss gelangen - das alles gehört lange der Vergangenheit an“.

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